Cafe Sperl

1880 wurde das Kaffeehaus nach Entwürfen der Ringstraßenarchitekten Gross und Jelinek als Café Ronacher eröffnet. Besitzer Jakob Ronacher warf jedoch schnell das Handtuch und verkaufte noch im Dezember das Kaffeehaus an die Familie Sperl, die dem Café den bis heute bestehenden Namen gaben. Von Anfang an war das Café Sperl besonderer Anziehungspunkt für Künstler, Maler und Architekten. So war das Sperl von 1895 bis 1942 Stammcafé des Malerzirkels „Haagengesellschaft“. Auch die „Secessionisten“ trafen sich im Café Sperl und legten dort 1897 den Grundstein für die Secession. 1968 übernimmt der jetzige Besitzer Manfred Staub das Kaffeehaus. Zusammen mit dem Bundesdenkmalamt und Architekt Nairz gelingt es ihm, das Kaffeehaus in den Bereichen Hygiene, Bar und Bequemlichkeit auf den modernsten Stand der Technik zu bringen, ohne die wunderbare Atmosphäre des Sperls zu beeinträchtigen. Auch heute ist das Sperl wieder Anziehungspunkt für Künstler und Literaten. So sind etwa Michael Köhlmeier und Robert Menasse regelmäßige Besucher des Kaffeehauses. Einige der Vortragenden bei den zahlreichen Lesungen im Café waren Pavel Kohout, Peter Henisch, Gabriele Schuster, Kurt Sobotka und viele andere. Aber nicht nur bei Lesungen und musikalischen Veranstaltungen, auch bei einer Partie Karambole oder einem Kartenspiel kann man sich im Sperl vortrefflich die Zeit vertreiben. Weiters bietet das Sperl die Möglichkeit, via Metronet kabellos ins Internet zu gelangen. Das Café Sperl ist weit über die österreichischen Grenzen bekannt. So ist es eine begehrte Location für internationale Filmproduktionen (wie etwa „Before Sunrise). 1988 erwählte der englische Star-Gastrokritiker Roy Ackerman das Sperl zum „Coffeehouse Of The Year“ unter 200 europäischen Kaffeehäusern. 1999 wurde das Sperl im Ranking der Kaffeehäuser im „Tafelspitz“ an erster Stelle gereiht. Kulinarisch verwöhnt das Sperl mit bester Wiener Küche und den verlockendsten Mehlspeisen. Besitzer Manfred Staub persönlich ist der Kopf hinter zahlreichen köstlichen Mehlspeiserfindungen wie etwa die betörende Sperltorte (www.sperltorte.at).

Kontakt:
Gumpendorferstrasse 11, 1060 Wien
Telefon: 01/5864158
melange@cafesperl.at
http://www.cafesperl.at

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