Cafe-Restaurant Diglas

In unmittelbarer Nähe zum Stephansdom befindet sich das Café Diglas, Wiens zentralstes Traditionscafé. Mit Tradition ist aber hier nicht der Versuch gemeint, mit Nostalgie und Wehmut die Vergangenheit zu bewahren. Denn traditionellerweise haben sich Kaffeehäuser immer mit der Zeit entwickelt und versucht, den Zeitgeist einzufangen. Kaffeehäuser müssen immer aktuell bleiben und sich den Bedürfnissen des modernen Menschen anpassen, meint Hans Diglas, Nachkomme der Diglas-Dynastie und jetziger Betreiber des Café-Restaurants. Hans Diglas liegt nichts ferner als ein musealer Touristentempel zu werden (obwohl Touristen natürlich auch herzlich willkommen sind), im Café Diglas stehen der Gast und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt. Damit dieser sich wohlfühlt, bedarf es laufender Adaptierungen. Dass das Café Diglas der erste Wiener Gastbetrieb war, der einen Wireless-Lan-Internetzugang installiert hatte, ist charakteristisch für diese Haltung. Denn nur so wird das Kaffeehaus zum Lebensraum für Wiener, der Gast zum Stammgast – und die Stammgäste sind die Seele eines Kaffeehauses.

Im Jahre 1875 wurde die Familie Diglas als Gastwirtdynastie erstmals urkundlich erwähnt, ein Wirtshaus im 3. Bezirk war der erste Betrieb, der von Hans Diglas sen. eröffnet wurde. Es folgten bald das „Casino Zögernitz“ in Döbling, die „Schöne Aussicht“ und das „Schlosshotel-Restaurant“ am Mauer Hauptplatz. 1923 wurde das Cafe Diglas gebaut, wie es heute steht. Nach dem Krieg wurde es als Espresso etabliert, das Inventar wurde herausgerissen – später wurde es liebevoll wieder nachgebaut.

Heute konzentriert man sich auf zwei Betriebe: Das Café Diglas in der Wollzeile und die Konditorei gleichen Namens am Fleischmarkt. Nach dem Vorbild französischer Patisserien eröffnete Hans Diglas 1999 die Konditorei Diglas. Nicht zu Unrecht fällt in Verbindung mit den beiden Betrieben oft das Wort vom „Mehlspeistempel“.

Für Freunde guten Essens ist das Café-Restaurant Diglas eine beliebte Anlaufstelle. Gekocht wird hier mit größter Sorgfalt. Täglich variierende Tageskarten (einsehbar über die Homepage www.diglas.at) und das köstliche Mehlspeisenangebot aus der dazugehörigen Backstube garantieren feinsten kulinarischen Genuss.

Aber auch die geistige Erfrischung soll nicht zu kurz kommen - in Zukunft werden die Räumlichkeiten regelmäßig mit Ausstellungen moderner Fotokunst belebt. Eröffnet wird dieser Reigen mit einer Ausstellung von Andrea Diglas-Wildbolz zum Thema Sinnlichkeit und Zigarren.

Die Klavierabende im Café-Restaurant Diglas (Wollzeile) gibt es Dienstag, Freitag und Samstag von 20 bis 23 Uhr. In der Café-Konditorei Diglas (Fleischmarkt) finden Klaviernachmittage jeden Mittwoch und Freitag von 16 bis 19 Uhr statt.

Kontakt:
Wollzeile 1, 1010 Wien
Telefon: 01/5125765
office@diglas.at
http://www.diglas.at

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