Kaffeehaus-Schmankerl
Speisen


Ob Toast, Gulasch oder Suppentopf. Die Wiener Kaffeehäuser haben ein breites Speiseangebot.

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GulaschWiener Gulasch
Das Wiener Saftgulasch ist verwandt aber keineswegs ident mit dem original ungarischen Gulyas. Während das Original eher der Wiener Gulaschsuppe ähnelt, ist das Wiener Saftgulasch eine stark veränderte Variation, die mit dem Vorbild vor allem die schmackhafte Paprikasoße gemein hat. Inmitten dieser herrlichen Soße befindet sich ein schmackhaftes Rindsragout. Später wurde das Wiener Saftgulasch wieder nach Ungarn reimportiert. Um jedoch alle Missverständnisse zu vermeiden, nannte man es Pörkölt. Im Gegensatz zur Wiener Variante gibt es das Pörkölt auch mit Schweins- oder Kalbfleisch. Verwirrend? Vielleicht. Köstlich, aber allemal!


Wiener SchnitzelWiener Schnitzel
Mindestens so mysteriös wie die Legende rund um das erste Wiener Kaffeehaus, ist die Geschichte, wie das Wiener Schnitzel zu seinem Namen kam. Erfreute sich doch schon ein ähnliches Fleischgericht bereits im 12. Jahrhundert in Konstantinopel großer Beliebtheit. Die Fama geht, dass der Feldmarschall Joseph Wenzel von Radetzky anlässlich eines Mailandaufenthaltes ersten kulinarischen Kontakt mit einer schnitzelartigen Speise hatte und sich das Rezept in Wien prompt nachkochen ließ. Andererseits waren die Wiener schon immer bekannt dafür, alles mögliche zu überbacken. Der Name Wiener Schnitzel tauchte übrigens erst Ende des 19. Jahrhunderts auf. Wahrscheinlich sollte man sich auch einfach weniger den Kopf über die Herkunft des Wiener Schnitzels zerbrechen, sondern es einfach genießen.


TafelspitzTafelspitz
Der Tafelspitz gilt als das feinste unter den Rindfleischgerichten. Das Fleisch stammt vom Knöpfel des Rindes. Es ist ein feinfaseriges Rindfleisch mit einem delikaten Fettrand. Der Tafelspitz wird als Siedefleisch zubereitet. Zu den klassischen Zutaten zählen Apfelkren, Spinat, Sauce Tartare, Röstkartoffeln und Gemüse. Sein feiner Geschmack macht den Tafelspitz zu der Spezialität der Wiener Küche.


EierspeisEierspeis
Unter diesen beliebten Gericht versteht man Rührei (die Eier dürfen nur kurz mit einer Gabel verschlagen werden), das unter kreuzweisen Rühren mit einer Gabel in einer heißen Pfanne mit Butter zum Stocken gebracht wird. Damit keine Langeweile aufkommt, lässt sich eine Eierspeis ganz nach individuellem Geschmack verfeinern, so entstehen zum Beispiel Variationen mit Schnittlauch, Zwiebel, Speck oder auch Grammeln. Weitere Altwiener Gerichte mit Eiern findet man übrigens in Anna Dorns Wiener Kochbuch, das 1827 erschienen ist.


Wiener WürstelWiener Würstel
Was in aller Welt als „Wiener“ oder „Wiener Würstchen“ bezeichnet wird, findet kurioserweise nur in Wien den Namen „Frankfurter“. Obwohl die „Frankfurter“ eindeutig aus Wien stammen, erfunden wurden sie vom Bauernsohn Johann Georg Lahner, der allerdings in Frankfurt die Gesellenprüfung für das Metzgerhandwerk ablegte. Zurückgekehrt nach Wien, kam er dank einer Liaison mit einer Wiener Baronesse recht bald zu einer eigenen Fleischhauerei im Bezirk Schottenfeld in der heutigen Neustiftgasse. Am 15. Mai 1805 sollen jene ersten Würstel-Paare in der Metzgerei-Auslage gehangen sein, die er in Erinnerung an seine Gesellenzeit „Frankfurter“ nannte. Die Würstel trafen sofort auf begeisterte Kundschaft - sogar Kaiser Franz I. zählte zu den Genießern, dem Lahner bei einer Einladung aufgrund dessen Ratlosigkeit bezüglich Verzehr geraten haben soll: „Mit den Fingern, Majestät!“. Auch heute werden die Frankfurter am liebsten "klassisch“ mit Senf, Kren und Gebäck verspeist.

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